Ein Sinnesbeet entsteht am Rathaus in Kaster

Kindheitserinnerungen - ein Wasserbecken vor dem Rathaus und was ist daraus geworden? Irgendwann wurde aus dem Wasserbecken ein Blumenbeet, anfangs noch schön gepflegt, mittlerweile nur noch ein wildes ungepflegtes Beet.

Sinnesbeet vorher
So sah das Beet noch Mitte Mai aus
Sinnesbeet nachher
... Barfußlaufen und Pflücken erlaubt!

Bürgermeister Sascha Solbach wünschte hier eine Veränderung. Seine Richtung ging in essbare Stadt. Auf der Pflanzenbörse entstanden die ersten Gespräche. Der  Obst-  und Gartenbauverein Bedburg griff gerne nach der Gelegenheit, das Hochbeet vor dem Rathaus in Kaster mit zu verändern.

 

Schnell waren Ideen geboren, wie man das Hochbeet gestalten kann. Im Gartenbauverein-Arbeitskreis "Hochbeet Kaster" gab es dann die entscheidende: Ein Sinnesbeet mit Barfußweg -  unter möglichst breiter Beteiligung - zu gestalten.

 

Unter einem Sinnesbeet verstehen wir ein Beet, welches speziell darauf ausgelegt ist, die unterschiedlichsten Sinne des Menschen anzusprechen: sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen.

 

 

Riechen: Dabei denken wir natürlich an den Duft von Blumen wie Rosen, Lavendel oder an Kräuter wie Rosmarin und Dill.

 

Sehen: Die Beobachtung von Wachstum und Vergehen, von Blüte, Fruchtbildung, Herbstfärbung und Laubabfall.

 

Fühlen: Fühlen von Pflanzen mit unterschiedlichen Blattoberflächen. Auf dem Barfußweg das Tasten von unterschiedlichen Materialien.

 

Schmecken: Im Sinnesbeet kommen viele Nutzpflanzen zum Einsatz. Ein Spaziergang dorthin bietet immer die Möglichkeit zum naschen: Erdbeeren, Johannisbeeren, Tomaten und vieles mehr.

 

Hören: Vögel zwitschern, Summen der Bienen erzeugen eine angenehme, beruhigende Geräuschkulisse, die entspannend wirkt.

 

 

 

Nachdem die Rahmenbedingungen geklärt waren, war es endlich soweit und viele fleißige Gartenbauvereinsmitglieder trafen sich am 18. Mai vor dem Noch-Hochbeet am Rathaus. Und ganz schnell wurde aus dem Hochbeet ein Sinnesbeet mit Barfußweg.

 

 

 

Am Sinnesbeet sollen viele Menschen beteiligt werden. Es gibt verschiedene kleine Beete, die von Geschäftsleuten, verschiedene Institutionen und Privatpersonen gestaltet werden können.

 

Das erste Beet wurde bereits am ersten Abend vom Obst- und Gartenbauverein selber angelegt und mit Kräuter, Tomaten, Gemüse und Obst bepflanzt. Weitere Beete sind schon vergeben und werden in nächster Zeit gestaltet.

 

 

 

Wir sind gespannt, wie alles wächst- aber auch wie es bei den Bewohner von Bedburg ankommt.

 

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